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Schon gewusst...?

Was sagt die Speisekarte über ein Restaurant aus?

Zuletzt aktualisiert am 22. Oktober 2020

Die Speisekarte ist für jedes Restaurant von besonderer Wichtigkeit. Zum Einen wird hier der Stil der Küche dargelegt. Zum Anderen fungiert dabei die Speisekarte auch als Werbung bzw. Einladung, um potenzielle Gäste für das Restaurant zu gewinnen und damit Umsatz zu generieren. Neben diesen funktionalen Aspekten spiegelt die Speisekarte aber auch in einer gewissen Weise die Seele eines Restaurants wieder. Deswegen werden wir uns in diesem Beitrag genauer damit befassen!

I. Äußeres Erscheinungsbild der Speisekarte

Mit dem äußeren Erscheinungsbild der Speisekarte verbinden wir auch den ersten Eindruck des Restaurants. Dabei sind Sauberkeit und Vollständigkeit die wichtigsten Aspekte. Eine befleckte, mit Eselsohren, oder gar mit fehlenden Seiten aufwartende Speisekarte schmälert automatisch den ersten Eindruck über das besuchte Restaurant. Ein Lokal mit Herzblut erneuert diese mit der Zeit. Zum Einen, da sich gegebenenfalls die Gerichte und Preise geändert haben. Zum Anderen weil die Speisekarten äußerlich nicht mehr akzeptabel aussehen. Neben der äußeren Erscheinung spielt das Design unseres Erachtens nach eine wichtige Rolle. Auf diesen Punkt werden wir im unteren Abschnitt nochmal gesondert eingehen.

II. Umfang der Auswahl

Nun kommen wir zum Herzstück einer Speisekarte, nämlich ihrem Inhalt und den angebotenen Speisen und Getränken. Jede Speisekarte kann von Außen sauber, vollständig und schön gestaltet sein, doch ohne die Gerichte ist sie nicht mehr als ein leeres Notizbuch. Hierbei ist anzumerken, dass Gastronomen zwei verschiedene Methoden anwenden.

Die optische Überforderung

Die eine Methode beschreiben wir als „Sinnesüberladung“. Restaurants, die keinen klaren Schwerpunkt in ihrer Küche gesetzt haben sind oft Vertreter dieser Methode. Sie bieten in der Regel eine breite Masse an durchschnittlichen Gerichten aus verschiedenen Küchenstilen an. Diese Vielfalt muss sich auch in der Speisekarte niederschlagen! Es werden so mehr als 5-7 A4- Seiten für die Speisen eingeplant und diese nach Stilen versucht zu untergliedern. Dieses Konzept führt zu einer großen Unübersichtlichkeit, da zusätzlich Beispielfotos die Gerichte begleiten sollen mit denen die eigentlichen Speisen selten etwas am Hut haben.

Dies schmälert den Gesamteindruck des Restaurantbesuches zunehmend und ist für die Gäste im Rahmen der Bestellung auch anstrengend und überfordernd. Wir empfehlen daher diese Art von Restaurants mit Vorsicht zu genießen und mehr Zeit einzuplanen.

Der optische Ausgleich

Die andere Methode beschreiben wir als „Sinnesausgleich“. Darunter versteht man Restaurants, die einen klaren Schwerpunkt in ihrer Küche gesetzt haben und somit nur eine Richtung von Gerichten anbieten. Die „Auswahl“ an besten Gerichten, die in der Regel vonseiten des Chefkoches zusammen mit dem Restaurantleiter ausgewählt und bepreist wurden, erhalten einen Platz in der Speisekarte.

Diese Restaurants haben in der Regel maximal 2-3 Seiten für die Gerichte bereitgestellt, mit einem zusätzlichem Getränkeabschnitt, sowie einer eigenen Weinkarte. Diese Methode ermöglicht es potentiellen Gästen einen schnellen Überblick über das Restaurant zu bekommen, sowie bei der Auswahl von Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise Unterstützung zu erhalten ohne das Nutzen von dubiosen Beispielbildern. Das Konzept finden wir bei unseren Besuchen immer am leserfreundlichsten und dies erleichtert auch die Entscheidung bei der Bestellung und reduziert die Gefahr von Rückfragen beim Servicepersonal.

Eine getrennte Mittagskarte, mit festem Zeitfenster, welche zusätzlich hinzugefügt werden kann, ist ebenfalls empfehlenswert. Dies ermöglicht es, lokale und saisonelle Gerichte im Wechsel anbieten zu können.

III. Design und Ästhetik der Speisekarte

Da wir die beiden Aspekte der Auswahl und des Erscheinungsbildes erläutert haben widmen wir uns nun dem Design.

Eine Speisekarte sollte wie ein guter Aufsatz gegliedert sein. Der Gast wird über die Vorspeisen, zu den Hauptgerichten und den Desserts geleitet. Die Getränkeauswahl kann je nach Vorliebe vor oder nach den Speisen gesetzt werden, beides ist ohne Probleme möglich. Um einen persönlichen Touch zu setzen, verfassen viele Restaurants eine kurze Biographie über die Entstehung des Restaurants oder besondere Methoden bei der Zubereitung der Speisen. Dies ist natürlich nicht verpflichtend, gestaltet den Besuch jedoch etwas interessanter, wenn man etwas über die Menschen des Restaurants erfahren kann.

Design & Konzept

Neben dem Inhalt ist das Design von besonderer Wichtigkeit. Inwiefern passt dies zum restlichen Konzept des Restaurants? Nutzt das Restaurant Farbkonzepte, welche der Einrichtung oder dem Stil entsprechen? Beim Design gibt es verschiedene Ansätze. Manche Restaurants lassen ihre Speisekarten binden. Andere hingegen setzen auf ein Klemmbrett-Design. Beim Letzteren besteht der Vorteil jederzeit einzelne Seiten zu erneuern, was natürlich für den Inhaber kostengünstig ist. Dafür müssen Einbußen bei der Handhabung hingenommen werden, da Seiten durcheinander geraten oder auseinander fallen.

Es ist dabei von besonderer Wichtigkeit, dass Design dem Stil entsprechend zu wählen. Ein Klemmbrett wäre für ein hochpreisiges Etablissement beispielsweise ungeeignet, wohingegen ein kleineres Restaurant mit amerikanischer Küche dieses sehr gut implementieren könnte. Hier kann das Lokal entscheiden, welches Design besser in das Konzept des Restaurants passt.

Schrift & Sprache

Wie sieht es mit der Schriftart und -größe aus? Standardmäßige Schriftarten wie Arial oder Times New Roman sind hierbei am besten. Dabei empfiehlt es sich auf Schreibschriften oder verschnörkelte Schriftarten, zugunsten der Lesbarkeit, zu verzichten! Die Schriftgröße ist aber auch von Wichtigkeit, weil insbesondere ältere Generationen sonst Probleme mit der Lesbarkeit haben. Es empfiehlt sich hierbei auf Schriftgrößen zwischen 12pt bis maximal 14pt zu setzen. Ausschließlich die Überschriften der Speisekarte sollten zur einfacheren Untergliederung größer sein.

Die Überlegung, Gerichte in der Landessprache zu betiteln, sollte immer mit Bedacht genutzt werden, da es das Servicepersonal, sowie die Gäste überfordern kann. Wenn davon Gebrauch gemacht wird, so sollte auch immer die deutsche Übersetzung kursiv dabei stehen und das Personal entsprechend geschult werden. Um die Bestellungen zu beschleunigen empfiehlt es sich gegebenenfalls noch zusätzlich auf Nummern neben den Gerichten zu setzen, welche natürlich deckungsgleich mit dem Kassensystem sind.

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Mit diesen Tipps hoffen wir euch bei der Restaurantsuche eine kleine Unterstützung an die Hand geben zu können, um so noch ein schöneres kulinarisches Erlebnis zu erreichen. Schaut doch mal bei unseren Restaurantempfehlungen vorbei! Hier veröffentlichen wir die empfehlenswertesten Restaurants! Schon gewusst? Neben Restaurantempfehlungen stellen wir dir auch die gemütlichsten Cafés und außergewöhnlichsten Bars vor!

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  • Ich bin Zoran und einer der Gründer von Rhein-Gourmet. Meine Leidenschaft für die Gastronomie entwickelte sich durch zahlreiche Tätigkeiten im Service und der Hotellerie. Hierbei suche ich für dich nach den leckersten Restaurants, Bars und Cafés in Mainz und im Rhein-Main-Gebiet. Bei Rhein-Gourmet bin ich zuständig für Finanzen, Instagram, die kreativen Designs auf unseren Social-Media-Kanälen und die Redaktionsplanung.

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